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Montag, 1. Februar 2016

Der Fluch und Segen von Rezensionsexemplaren | Gedankengestöber #8

Rezensionsexemplare gehören zum Buchbloggen irgendwie dazu, sie sind einfach präsent und auch in gewissermaßen auch essentiell. Ich lese gerne Bücher und blogge darüber, nur kann ich mir als 15- Jährige Schülerin nicht alle Neuerscheinungen leisten, aber gleichzeitig ist das Buchbloggen auch sehr schnelllebig und andere wollen ja entscheiden können anhand anderer Meinungen ob sie das Buch kaufen oder nicht.

Da kommen die Verlage ins Spiel und bei manchen Büchern bin ich einfach unheimlich neugierig und frage den Verlag an. Und es ist toll, dann diese Bücher vielleicht vor dem Erscheinungstermin zu lesen, nur entsteht auch ein gewisser Stress, denn man muss ja sozusagen danach eine Rezension schreiben, auch wenn man vielleicht nicht wirklich interessantes oder aussagekräftiges von sich zu geben hat. Außerdem herrscht dann noch ein bisschen Zeitdruck und dann fällt einem ganz sicher nichts ein das dem Buch gerecht wird.

So vermisse ich gewissermaßen die Zeit am Anfang, als ich von all dem noch nichts wusste und einfach das gelesen und rezensiert hat, dass mir wichtig war und wo eine Meinung da. Eine Meinung habe ich jetzt noch immer, nur wenn ich es mit Agnes bespreche ist diese einfach deutlicher, als wenn ich sie dann in schöne Worte packe, die das Buch vielleicht gar nicht unbedingt widerspiegeln.

Also was machen, sich einfach nicht stressen lassen, wenn das so einfach wäre, aber ich versuche es, aber es ist ein Kampf mit Gedanken und innerlichen Worten und dieser ist noch immer ziemlich hart. In letzter Zeit sind die Texte die aus mir heraus fließen, sehr viel leichter und logischer zu schreiben als Rezensionen.

Und wie ich zu den ganzen Thema gerade komme, ich habe bei vorablesen ein Buch gewonnen, dass ich richtig toll finde und ich bin richtig gespannt darauf. Nur soll ich es bitte innerhalb von drei Wochen rezensieren und das finde ich ehrlich gesagt ziemlich dreist und verschafft meiner zurückkommenden Lust am Rezensieren einen gewaltigen Dämpfer. Ich bin keine Maschine und kann keine gute Rezension schreiben, wenn ich dafür keine Zeit habe. 4-8 Wochen sin okay, da habe ich Zeit zum Lesen, Nachdenken und zu Papier bringen, aber hier fühle ich mich ausgenutzt, als wäre nicht die Zeit da und als ob ich käuflich bin.

Das war es eigentlich was ich gerade zu sagen habe, ich überlege eine Zeitlang zu Rezensionsexemplaren nein zu sagen, denn durch eine gut ausgestattete Bibliothek habe ich auch genug Bücher und lerne ältere Schätze kennen und zu Hause liegen auch noch ungelesene Bücher herum.

Sophie♥

Kommentare:

  1. Hey!
    Zu dem Zeitdruck und Stress kann ich nicht viel sagen, ich habe noch kein einziges Rezensionsexemplar gehabt und auch erst recht nie eins angefragt, irgendwie kam es mir gar nicht notwendig vor. Bisher hatte ich auch so immer genügend Lesestoff. Allerdings kann sogar ich mir vorstellen, dass eine 3 Wochenfrist ziemlich nervig ist.
    Toller Post:)<3
    Liebe Grüße,
    Sally

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  2. Hallo Sophie!

    Soweit ich weiß sind Rezi-Fristen von bis zu 4 Wochen normal. Da ich mir abends immer Zeit nehme zum Lesen komme ich mit diesen Fristen auch sehr gut zurecht.

    Vielleicht tauscht du dich ja nochmal mit dem Verlag aus? Ich bin sicher, dass es kein Problem ist, das ganze auch auf 6 Wochen auszuweiten. Die Verlage geben diese Fristen, um zu verhindern, dass jemand 1/2 Jahr wartet oder sogar gar keine Rezension schreibt. Denke ich mir zumindest. Weil man immer wieder hört, dass von 10 ausgegebenen Rezensions-Exemplaren dann gerade 5 Rezensionen veröffentlicht werden.

    Deshalb: einfach mal nachfragen. Das ist ihnen sicher lieber, als wenn du genervt bist und das alles total schief läuft ;)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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  3. Hi,
    ich habe neulich auch auf der Seite ein Buch gewonnen und stehe leicht unter zeitdruck weil dieses Buch auch noch fast 700 Seiten hat. Außerdem wurde mir auch noch ein weiteres Rezensionsexemplar gegeben und für beide habe ich 4 Wochen Zeit. Ich weiß gar nicht wie ich das schaffen soll. Das ist das erste Mal, dass ich Rezensionsexempalr habe und bin irgendwie total unsicher.
    Lg, Lele von lifeofaboredgirl.wordpress.com

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  4. Hallo Sophie :),

    ich kann deinen Stress durchaus nachvollziehen. Als ich noch Schülerin war (oh man, jetzt komme ich mir alt vor *.*), hatte ich kaum Zeit zu lesen und doch so gerne bei Leserunden mitgemacht (ich liebe das Austauschen der Gedanken mit anderen).
    Doch ich hab mir von Anfang an angewohnt, eine Rezension zu verfassen. Einfach, um mit dem Buch abschließen zu können.
    Vielleicht hilft es dir, wenn du dir Notizen während dem Lesen machst? Ein paar Kapitel nach Beginn, dann in der Mitte oder wenn du an einen Tag mit dem Lesen aufhörst. Das hilft mir immer, rasch Rezensionen zu schreiben und vor allem nicht bei all den Büchern durcheinanderzukommen, denn ein Rezi-Stau kommt bei meinem derzeitigen Lesefluss zu leicht vor.

    Ich weiß nicht, ob dir meine Tipps helfen, aber ich drück dir die Daumen, dass du es rechtzeitig schaffen wirst.

    Alles Liebe,
    Tiana

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  5. Hi Sophie,

    stress dich bloß nicht! Wenn dich ein Verlag oder ein Autor anfragt, sagst du gleich dazu, dass du gerne das Buch rezensierst, aber dass du evtl. 3 Monate (oder so) dafür brauchst. Ich habe das auch gemacht - ich werde eh nicht so oft angefragt, aber wenn, freue ich mich, nur will ich dann ehrlich sein, ich schaffe das Buch evtl. schneller, dann freuen sich die Leute umso mehr. Aber ich schreibe eben dazu, dass es auch länger dauern kann, damit sie nicht enttäuscht sind. Bislang war die Reaktion darauf immer positiv.

    Ja, Vorablesen hat leider als Richtlinie 3 Wochen. Wenn du das aber nicht schaffst, wirst du nach ca. 4 Wochen automatisch angemailt und erinnert. In diesem Fall schreib einfach einen netten Satz zurück, dass du dran bist, aber es leider noch etwas dauert. Hab ich auch schon einmal gemacht, weil ich es einfach nicht geschafft habe. Die sind da total nett, die wollen halt nur nicht, dass man die Bücher einsackt und gar nicht rezensiert, oder erst nach nem halben Jahr. Aber da sitzen auch nur Menschen dahinter, die es verstehen, dass man noch ein Leben hat. Man hat dort idR ein Maximum von 2 offenen Rezensionen gleichzeitig. Also so lange du noch 2 Bücher offen hast, kannst du kein neues mehr gewinnen (So der Erfahrungswert, weiß nicht, ob das offiziell so geschrieben steht irgendwo.), aber so lange du noch in einem vernünftigen Rahmen "überziehst", wird dir keiner böse sein.

    Mir geht es auch so, dass ich manchmal etwas gestresst bin. Als ich zu bloggen anfing, hatte ich keine Arbeit und wirklich keinen Cent übrig, um Bücher zu kaufen (Da hats oft nichtmal für das nötigste gereicht, aber man hat auf der anderen Seite viiiiel Zeit.). Da war ich furchtbar dankbar für die Möglichkeit, Rezensionsexemplare zu erhalten. Jetzt als Azubi hab ich ab und zu auch was am Ende des Monats übrig, aber ich könnte mir auch nicht alle Neuerscheinungen kaufen, die mich interessieren. Und ich habe natürlich viiiel weniger Zeit als damals. Oft denke ich mir, ich darf jetzt einfach mal ein paar Wochen keinerlei Reziexemplare mehr dazunehmen, aber es kommt ständig was auf den Markt, was mich total anspricht. Man muss echt aufpassen, dass das Lesen nicht irgendwie auch Druck verursacht.

    Aber das wird schon alles. :-) Man muss seinen Rhythmus finden. Und wenn man eine Frist nicht schafft, dann eben einfach freundlich Bescheid geben und sich entschuldigen. Niemand wird motzen, weil man noch ein Privatleben hat und was dazwischenkam.

    LG, Bianca

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  6. Hey du!
    Dein Post ist echt interessant und ich kann dich auch verstehen, dass es da manchmal stressig werden kann. Meiner Meinung nach bleibt einem aber dann nur übrig einfach weniger Rezensionsexemplare anzufragen um den Stress zu minimieren und wieder mehr Spaß am Lesen und rezensieren zu haben!
    Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten

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  7. Huhu :)
    Ich kann das auch verstehen - Wenn man ein Rezenionsexemplar bei sich liegen hat it immer der Hintergredanke im Kopf, das unbedingt lesen zu müssen und rechtzeitig mit der Rezension fertig zu werden. Aber auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Verlage und auch Vorablesen e gar nicht so schlimm finden, wenn man etwas überzieht und auch ehr freundlich reagieren, wenn man sich meldet, dass es doch etwas länger dauert.
    Ich habe anfang relativ viele Reziexemplare angefragt, jetzt aber für mich gelernt, nur so viel anzufragen, wie ich auch wirklich lesen kann. AUch wenn ich ein Buch wirklich ganz pannend finde aber mir nicht zu 100%sicher bin, dass ich es auch rechtzeitig lesen und rezensieren kann, lasse ich es lieber mit dem anfragen ;)
    Und: Ich finde deine Idee, in die Bücherei zu gehen und auch ältere Bücher zu lesen toll. Ich bin sowieso der Meinung, dass man nicht immer nur Neuerscheinungen besprechen muss- ich zum Beispiel freue mich auch über Lesetipps zu Büchern, die schon älter sind :) Das Beste ist sich da nicht stressen zu lassen und zu lesen, worauf man Lust hat! :)
    Liebe Grüße, Krissy <3

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  8. Das Problem haben wohl einige.
    Natürlich haben Rezensionsexemplare Vorteile, ganz klar. Ich hab selbst auch schon öfter überlegt was anzufragen, aber da ich mich das eh nicht traue, hab ich da auch keinen Stress :D

    Man muss sich eben auch fragen was man will. Will man einen Blog der von vielen Leuten besucht wird, dann muss man wahrscheinlich viele Neuerscheinungen lesen, am Besten aus dem Fantasy-Genre. Natürlich ist das keine Garantie und auch andere Blogs gehen gut. Aber ich merk das schon an meinem Blog. Ich lese halt nicht die aktuelle Bestsellerliste rauf und runter, lese auch mal unbekanntere Bücher oder vor allem ältere Bücher. Aber das ist das woran ich Freude habe. Wenn das weniger Follower und keine Rezi-Exemplare bedeutet, ist das eben so.
    Das Lesen soll Spaß machen und wenn man sich da durch Rez-Exs Druck macht, ist das ja auch nicht Sinn der Sache.

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